Bundesolympiade Russisch
10. Bundesolympiade Russisch in Berlin 30.11. –
03.12.2006
Die Bundesolympiade der Fremdsprache Russisch wird alle drei
Jahre vom Fachverband der Russischlehrer ausgerichtet. In diesem Jahr fand die
10. Bundesolympiade als Jubiläums-Wettbewerb in Berlin statt. Organisatorisch
und finanziell unterstützt wurde der Russischlehrerverband vom „DEUTSCH-RUSSISCHEN FORUM E.V.“
sowie von der „Stiftung
Deutsch-Russischer Jugendaustausch“ , denen wir zu großem Dank verpflichtet
sind.
Jedes Bundesland entsendet sieben Wettbewerbsteilnehmer.
Zwei Schülerinnen aus Alfeld waren für diesen Wettkampf auf
„Bundesliga“-Niveau nominiert worden – ein Zeichen ihres großen Erfolges bei
früheren Landesolympiaden: Nadine Gebauer aus der Klasse 11 B des Alfelder
Gymnasiums hatte im Jahre 2004 beim Landeswettbewerb die höchste Punktzahl
erreicht, Sarah Horstmann, die zur Zeit die Carl-Benscheidt-Realschule in Alfeld
besucht, war im Jahre 2005 eine der besten Landessiegerin-nen. Die anderen
Teilnehmer/Innen kamen aus Hildesheim, Mellendorf, Braunschweig und
Celle. (Die Nominierung der Besten aus dem Landeswettbewerb 2006 für die
kommende Bundesolympiade wird erst später erfolgen.)
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 Vor dem Russischen Haus an der Friedrichstraße.
Hier fanden die Prüfungen statt. |  Nadine Gebauer (Alfeld), Lena Boltz (Celle)und Sarah Horstmann (Alfeld)mit Frau Reuter-Schulz |  Während der Vorbereitung der Präsentation für die mündliche Prüfung |
Die Begrüßung aller Teilnehmer fand im politischen Zentrum
Berlins statt: im Auswärtigen Amt. Staatminister Gernot Erler hielt die
Begrüßungsansprache.
Dann begann der Wettbewerb. Nach einer
schriftlichen Prüfung, in der ein unbekannter Text bearbeitet werden musste,
bekamen die Teilnehmer eine interessante Aufgabe: Sie mussten eine Präsentation
vorbereiten, in der sie sich als Bewerber um eine Arbeitsstelle in einem Betrieb
oder einer Behörde darstellen; Informationen über die entsprechende
„Arbeitsstelle“ sollten eingebunden werden. Die Niedersächsischen
Schüler/Innen bekamen die Aufgabe, sich über einen der größten Buchläden Berlins
zu informieren und sich dort zu „bewerben“; eine andere Gruppe musste z.B. das
„Rote Rathaus“ erkunden. Einen ganzen Nachmittag und Abend lang hatten die
Wettkampf-Teilnehmer Zeit, ihre Präsentation vorzubereiten. Die Alfelder
Schülerinnen verbrachten mehrere Stunden in dem riesigen Buchkaufhaus,
informierten sich über das vielseitige Angebot, sprachen mit einigen
Angestellten und führten ein Gespräch mit der Pressestelle des Unternehmens. Am
Abend bereiteten sie ihre Präsentation vor, indem sie auf einem Plakat
Informationen über den besuchten Betrieb sowie ihr persönliches Interesse an
einem dortigen Arbeitsplatz darstellten. Am nächsten Tag wurde dann jeder
Olympionike 15 Minuten lang von einer dreiköpfigen Kommission geprüft: Zunächst
war der Betrieb mit Hilfe des Plakates vorzustellen; daran schloss sich ein
„Bewerbungsgespräch“ an. Trotz der Aufregung angesichts der hohen Erwartungen
waren die Schülerinnen und Schüler immer gut gelaunt. Mit den Teilnehmern aus
anderen Bundesländern hatte man sich schnell angefreundet – ein fairer Umgang
der Konkurrenten untereinander war in allen Gruppen zu spüren.
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 Die niedersächsische Mannschaft |  Brot und Salz zur Begrüßung in der Russischen Botschaft |  Vor der Preisverleihung im Festsaal der Russischen Botschaft |
Vor der Siegerehrung wurde ein großartiges Programm geboten:
Zusätzlich zu einer Stadtrundfahrt durften die Schülerinnen und Schüler das
Bundeskanzleramt besuchen. Gleichzeitig saßen die begleitenden Lehrerinnen
und Lehrer an einem Runden Tisch im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus (genau in dem
Raum, in dem die Untersuchungsausschüsse des Parlamentes tagen), um mit
Bundestagsabgeordneten und den Vorsitzenden der Stiftung
„Deutsch-Russischer-Jugendaustausch“ über die Perspektiven des
Russischunterrichtes und des deutsch-russischen Schüleraustausches zu beraten.
Dabei wurde den Kolleginnen und Kollegen zugesagt, den Russischunterricht in
Deutschland zu unterstützen und dem Schüleraustausch mit Russland finanziell zur
Seite zu stehen. Die feierliche Siegerehrung richtete am letzten Abend die
Russische Botschaft Unter den Linden aus. Der Botschafter der Russischen
Föderation, Wladimir Kotenev persönlich, begrüßte die Teilnehmer.
Bei der Siegerehrung wurden, wie auch bei einem Teil der
Prüfung, neue Wege beschritten: Es gab keine Medaillen sondern Urkunden und
Geschenke, bis hin zu Reisegutscheinen für eine Russlandfahrt.
Die Schüler/Innen können mit Stolz auf
diesen großen Wettkampf zurückblicken. Sarah erhielt eine Bestätigung ihrer
erfolgreichen Teilnahme. Nadine schloss die Prüfung mit gutem Erfolg und
einem Sachgeschenk ab, was nach früheren Kategorien einer Silber-Medaille
entspricht. Einen Reisegutschein, die höchste Preiskategorie, erhielt Philip
Friedrichs aus Mellendorf.
Glückwunsch an die nervenstarken Olympioniken ! |