Mathematik: Intentionen
 Ballonfahrer haben sich im Nebel verirrt und treffen auf einen zweiten Ballon. Sie fragen:"Können Sie uns sagen, wo wir uns befinden?" Es dauert eine Weile, dann kommt die Antwort:"Sie befinden sich im Korb eines Heißluftballons." Die verirrten Ballonfahrer stellen fest, dass der andere Mathematiker sein muss: Die Antwort hat lange gedauert, die Antwort war hundertprozentig richtig und die Antwort ist nicht zu gebrauchen.
Die Lehrerinnen und Lehrer der Fachgruppe Mathematik versuchen, den Schülerinnen und Schülern ihr Fach durch möglichst lebensnahe, d.h. "anwendungsbezogene Aufgaben" zunächst so zu vermitteln, dass weder das Fach noch der Lehrkörper selber der o.g. Karikatur vollkommen entspricht. Die Schüler und Schülerinnen sollen Mathematik nicht nur als lebensferne "Geistesakrobatik" erfahren, sondernals eine Wissenschaft, mit deren Hilfe durchaus lebensnahe Probleme gelöst werden können; Parabelgleichungen z.B. können die Frage nach dem besten Abwurfwinkel eines Schlagballes beantworten.
Darüber hinaus bestehen die Ziele des Faches auch darin, Schülerinnen und Schülern Freude an kleinen Beweisführungen und der auch hier notwendigen präzisen Anwendung von Sprache zu vermitteln. Die Fachgruppe legt Wert auf die beständige Festigung notwendigen Handwerkzeugs, wie z.B. Termumformungen. Der ab Klasse 7 eingeführte graphikfähige Taschenrechner (GTR) wird als modernes Hilfsmitel zur Lösung und Bearbeitung notwendiger Rechnungen und Zeichnungen eingesetzt. Die Fachgruppe ermöglicht ihren Schülerinnen und Schülern die Teilnahme an Wettbewerben, zuletzt erfolgreich bei "Känguru".
Wenn schließlich für einige Schülerinnen und Schüler die im Sinne der antiken Pythagoreer verstandene Ästhetik der Mathematik erkennbar wird, die als "in Zahlenverhältnissen zum Ausdruck kommende Harmonie als Merkmal des Schönen" definiert ist, hat der moderne Mathematikunterricht das Optimale erreicht.
Bettina Rogge, OStR' Fachobfrau Mathematik |