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Fachbereich Physik
Intention
des Faches Physik:
| Das Wort hat Richard P. Feynman (* 11. Mai
1918 in New York; † 15. Februar 1988 in Los Angeles, ein US-amerikanischer
Physiker und Nobelpreisträger des Jahres 1965) |
NEU: Kerncurricula Physik gültig ab dem Schuljahr 2007/2008 für die Jahrgänge 5,6 und 7 |
„Der andere
Aspekt der Wissenschaft betrifft das, was sie beinhaltet: das was man
herausgefunden hat. Das ist der Ertrag. Das ist das Gold. Das ist die Aufregung,
der Lohn für all das disziplinierte Nachdenken und die harte Arbeit. Diese
Arbeit nimmt man nicht wegen einer möglichen Anwendung auf sich. Sondern weil es
einfach spannend ist, was man dabei herausfindet. [...] Sie finden
das langweilig? Ist es nicht. Das verständlich zu machen ist
unglaublich schwer, doch vielleicht kann ich Ihnen eine gewisse Vorstellung
davon vermitteln. Ich fange damit irgendwo an, bei irgendeiner Idee.
Beispielsweise glaubten die Menschen früher, die Erde sei der Rücken eines
Elefanten, der auf einer Schildkröte stehe. Diese wiederum schwimme in einem
unergründlichen Meer. Was diesen Ozean trug, war natürlich eine andere Frage,
auf die sie keine Antwort wussten. Diese Vorstellung unserer Vorfahren entsprang
ihrer Einbildungskraft. Es war eine poetische, eine wunderschöne Vorstellung.
Und jetzt überlegen Sie mal, wie das Ganze heute aussieht. Ist das etwa eine
langweilige Betrachtungsweise? Die Erde ist eine Kugel, die sich um sich selber
dreht und rundherum können sich Leute auf ihrer Oberfläche halten – manche von
ihnen stehen dabei auf dem Kopf. Wir drehen uns wie ein Bratspieß vor einem
mächtigen Feuer: Wir wirbeln um die Sonne. Das ist noch romantischer,
noch aufregender. [...]
Sie
müssen sich also darüber im klaren sein: Die Vorstellungskraft der Natur ist
viel, viel größer als die des Menschen. Niemand, der durch Beobachtung nicht
zumindest eine Ahnung davon hat, hätte sich je ein derartiges
Wunderwerk ausdenken können, wie es die Natur
ist.“ aus: „Was soll das alles“, R.P. Feynman, Piper Verlag
GmbH, München 1999
Wenn wir es
im Physikunterricht schaffen, den Kindern auch nur eine Idee, einen Einblick in
diese unsere phantastische Welt zu geben, haben wir viel erreicht. Vielleicht
gerade deshalb, weil vielen Schülerinnen und Schülern diese Welt so fremd ist
und man sich damit beschäftigen muss, um deren Schönheit zu verstehen.
Jens Schöne
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